Jahreshauptversammlung am 09.11.2012 im Trachtenraum Eisenärzt | Drucken |  E-Mail

Eisenärzt, 09.11.2012

UW-Siegsdorf unter neuer Führung - Alexander Klammer Einstimmig zum neuen Vorstand gewählt

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand Martin Maier und dem Dank an die Eisenärzter Trachtenverein, dass die UW für die Jahresversammlung den Raum der Trachtler nutzen darf, berichteten die Gemeinderäte über Ihre Arbeit.

Die Moderation übernahm der 3. Bürgermeister Martin Maier.

 

 

Stefan Eisenbichler berichtete über diverse infrastrukturelle Maßnahmen in der Gemeinde.

Demnach wurden seit Winter 2010 diverse Studien zur Errichtung eines Nahwärmenetzes mit Hackschnitzelheizwerk durchgeführt. Dabei konnte die Wirtschaftlichkeit, in unterschiedlichen Ausbauvarianten nachgewiesen werden. Durch das Projekt kann regionale Wertschöpfung bei Nutzung umweltfreundlicher Energie erreicht werden.

Nach Beratungen innerhalb der Siegsdorfer Großbetriebe, überdenkt man die wirtschaftlichen Vorteile der Nutzung von Erdgas als Energiequelle. Mit der Entscheidung der Betriebe wird bis Ende November gerechnet.

Abschließend kommt das Thema „Datenautobahn“ zur Sprache. Dem dringenden Wunsch nach einer schnelleren Internetverbindung konnte durch nachdrückliches Engagement der UW-Fraktion entsprochen werden.  Die Verlegung der Lehrrohre wurden durch die Gemeinde ausgeführt,  derzeit wird die Technik installiert. Anschließend werden die Glasfaserleitungen eingezogen. Je nach Standort wird mit der Maßnahme eine deutliche Erhöhung der Datengeschwindigkeiten erreicht. Mit Fertigstellung wird bis Ende des Jahres gerechnet.

Alexander Klammer nahm sich des Themas Jugend und Schule an.

Der Jugendtreff ist 2010 im Rhodeländer Hof ins Leben gerufen worden.  Der Bedarf an Mittagsbetreuung steigt stetig, auch bei der offenen Ganztagesbetreuung steigt der Bedarf. Derzeit werden 38 Kinder betreut. Die Firma Konis ist mit dieser Aufgabe betraut. Die Grundschule wird dreizügig bleiben. Der Mittelschulverbund hat sich seit seiner Einführung im Jahr 2010/2011 sehr gut bewährt. Es ist jetzt in Siegsdorf möglich  die mittlere Reife zu erwerben und der Schulstandort Siegsdorf ist gesichert. Der M-Zug der von der UW im letzten Wahlkampf gefordert wurde, ist Realität.

Die Förderung der Jugendarbeit der Vereine und der spezielle Jugendfördertopf war das Thema von Evi Geisreiter, Zusätzlich zu dem neu eingerichteten Fördertopf übernimmt die Gemeinde Kosten für Pachten  für Plätze, Heizung und Versicherungen. Da die Einrichtung des Jugendtreffs sehr kontrovers im Gemeinderat diskutiert wurde und der Verlust der Wertschätzung der ehrenamtlichen Vereinsjugendarbeit befürchtet wurde, entschloss man sich  einen extra Jugendfördertopf für die Siegsdorfer Vereine für spezielle Anträge einzurichten. In diesem Topf stehen jährlich 14000 Euro zum Abruf für die Vereine bereit.

Heinz Kecht stellte die Straßen- und Kanalbaumaßnahmen der Gemeinde Siegsdorf dar. Die Gemeinde hat im diesem Jahr  die letzte Kanalbaumaßnahme abgeschlossen. Somit ist das Abwasserkonzept aus dem Jahr 2003 abgeschlossen. Der Kanalbau nach Knappenfeld kostete 600.000 Euro davon musste Siegsdorf 180.000 Euro tragen. 70% Zuschuss wurden gewährt. In die Gemeindeverbindungsstraßen wie z.B. Untereck-Thal, oder Geisreit Hammer wurden 620.000 Euro, in den Straßenausbau 174.000 Euro investiert.Spritzteerungen halten 8 bis 10 Jahre und wurden in Siegsdorf auf circa 4 km aufgebracht, dafür wurden 128.000 Euro ausgegeben. In Siegsdorf wurden 1,56 Millionen für Kanalbaumaßnahmen ausgegeben. An  Zuschüssen erhielt die Gemeinde 500.000 Euro.

Dorothea Freund thematisierte den Tourismus im Dorf. Der Biathlon WM hat Siegsdorf circa 5300 mehr Übernachtungen und 557 neue Gäste beschert. Das Kino in Hammer hat Anklang gefunden. Für das Schwimmbad  wurden 204 Jahreskarten und 53 Frühschwimmerkarten verkauft. Die Wanderwegbeschilderung im Rahmen eines Leaderprojektes macht Fortschritte. Probleme machen im Augenblick die vielen leeren Geschäfte. In der Fraktion wird intensiv darüber diskutiert welche Maßnahmen zu einer Verbesserung der Situation führen könnten. Für die Neunutzung des Siegdorfer Kurparkes wird im Augenblick ein Konzept erarbeitet. Die Idee ist es einen Bereich zu gestalten, der für jung und alt gleichermaßen attraktiv ist.

Die Neuorganisation des Tourismus im Verbund mit der Gemeinde Bergen Gemeinde biete nach Meinung der UW Siegsdorf mehr Chancen beide Gemeinden.

Der Fraktionsvorsitzende Lothar Seissiger konnte erfreulicher Weise  bekannt geben, dass trotz der vielen kommunalen Aufgaben die Gemeinde Siegsdorf seit Mitte 2012 schuldenfrei sei und über Rücklagen in Höhe  von 3.270.000 Euro verfügt. Dies sei einer maßvollen, sich im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten bewegenden  Finanzpolitik und sehr guten Steuereinnahmen im Jahr 2011 geschuldet. Dank des Augenmaßes des Bürgermeisters und des Gemeinderats ist in den letzten Jahren darauf geachtete worden, dass die Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen. Die Gewerbesteuer ist seit dem Jahr 2011 rückläufig. 2011 wurden noch 8,7 Millionen eingenommen, auf Grund des Rückgangs der Auftragslage im produzierenden Gewerbe rechnet die Gemeinde mit 6,0 Millionen Einnahmen, aber allein an Kreisumlage muss die Gemeinde bei gleichbleibenden Hebesatz 5,3 Millionen bezahlen. Um nicht wieder in eine Neuverschuldung abzurutschen ist eine umsichtige Finanzplanung Pflicht der Gemeinde. Der Bürger muss von neuen Belastungen, wie Steuer oder Gebührenerhöhungen geschützt werden.

Bürgermeister Thomas Kamm erläuterte das weiter Procedere der Gemeinde bezüglich des Ferienparks Vorauf.  Die weitere Entwicklung  ist sicher von entscheidender Bedeutung für die Zukunft von Vorauf. Um eine seriöse Entscheidung treffen zu können hat sich die Gemeinde auf Klausurtagungen mit dem Thema intensiv auseinander gesetzt und sich die Unterstützung eines Städteplaners gesichert. Der Bürgermeister machte klar, dass  eine Entscheidung wie es in Vorauf weitergehen soll, sich nicht  vordringlich an den Interessen  der Eigentümer orientieren wird, sondern an einer genauen Analyse der Chancen und Risiken einer Weiterentwicklung durch die Gemeinde. Die  Neuorganisation und Besetzung des Fremdenverkehrsamt bietet neue Chancen, laut Bürgermeister Kamm, die es zu nutzen gilt.

Bei den Neuwahlen wurde Alexander Klammer einstimmig zum ersten und Martin Maier einstimmig zum 2. Vorstand gewählt.  Neuer Schatzmeister wurde Horst Hofmann, Hubertina Steegh-Götzinger wurde als bewährte Schriftführerin bestätigt. Kassenprüfer wurden wieder Reinhard Helminger und Robert Jäger.

Der neue UW Vorsitzende Alexander Klammer übernahm nach der Wahl die Leitung der Versammlung. Unter seiner Leitung beschloss die Versammlung nach längerer Diskussion einstimmig dem Landesverband beizutreten.

Als Information gab Bürgermeister Kamm bekannt, dass der Neujahrsempfang am 31.01.2013 im K1  stattfindet. Das Programm wird von einer sehr bekannten Kabarettistin gestaltet.  Die Aufstellung eines Landratskanditaten wird im Frühsommer 2013 erfolgen. Zum Schluss sicherte Kamm der neuen Vorstandschaft seine Unterstützung bei Ihrer Arbeit zu. Dorothea  Freund bat den neuen Vorstand eine Initiative zur Springkrautvernichtung ins Leben zu rufen.  Alexander Klammer versprach, sich im Jahr 2013 darum zu kümmern.