Grenzgänger Teil 1 - Eine Wanderung entlang der Siegsdorfer Gemeindegrenzen

  

21.05.2011:

Hary Veit German Urgestein der UW Siegsdorf bot Mitgliedern und interessierten Bürgern an, die Gemeindegrenzen von Siegsdorf zu erwandern. Jedem Teilnehmer sollte die Möglichkeit gegeben werden die enorme Ausdehnung des Gemeindegebietes kennen zu lernen. Da die Länge der Gemeindegrenze weit über 50 km bergauf und bergab über Stock und Stein beträgt, hatte German den Grenzgang in zwei Etappen aufgeteilt. Am Sonntag den 22.05.2011 um 8 Uhr morgens traf sich bei strahlendem Wetter ein doch erstaunlich große Zahl von interessierten Grenzgängern, darunter fast alle Gemeinderäte der UW und 3. Bürgermeister Martin Maier.

 

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung durch Hary Veit German ging man vom Rathausplatz entlang dem rechten Traunufer bis zum Schwimmbadsteg. Auf der linken Traunseite erreichte man nach Lohhäusl, an der Grenze zu Traunstein, den nördlichsten Punkt des Gemeindegebietes von Siegsdorf. Ein Feldweg führte Richtung Hochstraße. Von dort  ging es über eine Waldlichtung den Hang steil hinauf  und am Moränenhügel entlang bis nach Stocka. Der Weg führte dann weiter über einen Steig, zum Schluss durch einen Jungfichtenwald, auf den Daxlberg, der einen wunderschönen Ausblick in die Berge, nach Maria Eck und auf den Chiemsee bot. Gleichzeitig sah man den blitzsauberen Hof der Familie Buchöster auf dem Daxlberg mit seiner liebenswürdigen Kapelle.

Am Waldrand entlang lief man nach Westen bis man in Höhe Hasperting den westlichsten Punkt des Gemeindegebietes an der Grenze zu Vachendorf erreichte. Durch Hasperting durch, war das nächste Ziel die Autobahnbrücke. Dieses in Entstehung begriffene Bauwerk wurde unter den Teilnehmern sehr kontrovers diskutiert.

 Die Adelholzner Alpenquellen erreichte man über die Kreisstraße. Dort wurde am reizvoll gestalteten Brunnen, der mit gemütlichen Sitzgelegenheiten umgeben ist, eine kleine Pause eingelegt. Über Dafeicht, Kühleiten und dann am Weidezaun entlang steil aufwärts erreichte man den Wanderweg der von Alzing nach Maria Eck führt.  In Maria Eck fand man ein schattiges Plätzchen unter den Kastanienbäumen zu einer längeren Rast und zur Stärkung. Nach einer Pause von circa einer Stunde führte uns der Weg weiter am Kloster vorbei bis zum Führberg, der liegt Richtung Hochfelln, und zum Steinbruch wo die Grenzen von Bergen, Ruhpolding und Siegsdorf zusammentreffen. Weiter ging es Richtung Marienheim Eisenärzt, über die Traunbrücke und dann entlang der Traun, an der sogenannten Weiß Wiese,  bis zum Edergraben. Erst durch den Wald, dann am Waldrand, vorbei an Zwickling arbeiteten sich die Wanderer mühsam aufwärts bis zur  Mattheis Stubn. Das Wasser aus dem dortigen Brunnen war bei der Hitze und der doch anstrengenden Wanderungen über Weiden und quer durchs Unterholz, aber immer entlang der Gemeindegrenze, eine sehr angenehme Erfrischung. Links neben der Hütte begann ein  kleiner Weg der uns in einer sanften Steigung bis auf den Gipfel des Zinnkopfes führte. Ein  herrlicher Blick über den Chiemgau und auf den See  entschädigte uns für die Strapazen und Hary Veit German hatte zur Überraschung aller einen sehr guten Gipfeltrunk mitgebracht, den sich alle Teilnehmer munden ließen. Dunkle Wolken im Westen veranlassten uns die Pause abzubrechen und entlang des Kammes bis an die Grenze zu Inzell weiter zu wandern. Wir hatten noch herrliche Ausblicke auf den Teisenberg, Kienberg und Rauschberg und auf den Silbersee. An der Gemeindegrenze Inzell waren die Teilnehmer froh, das Unwetter war bedenklich näher gekommen, dass Martin Maier ein Shuttleservive nach Oberwagenau organisiert hatte.  Nach knapp 30 km Fußmarsch in neun Stunden ließ man den Tag mit einem kleinen Umtrunk ausklingen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Wanderung Ihnen die Größe und die Einzigartigkeit der Landschaft des Gemeindegebietes von Siegsdorf verdeutlicht hat und alle freuten sich schon auf den zweiten Teil des Grenzganges im September der, unter bewährter Leitung von Hary Veit German über den Teisenberg nach Feilenreit, Grünreit, Knappenfeld zum Hochberg führen soll. In seinem Dank an Hary Veit German brachte der Fraktionssprecher der UW Siegsdorf Lothar Seissiger zum Ausdruck, wie wichtig es für die Gemeinderäte sei die Gemeindegrenzen auch in natura zu kennen und eine bildliche Vorstellung vom Verlauf zu haben.