»Ideenwerkstatt Schwimmbad 2020«: Siegsdorfer wünschen sich den Erhalt am jetzigen Standort

Ortsvorsitzender Alexander Klammer (rechts) und Fraktionsvorsitzender Stefan Eisenbichler führten durch die Veranstaltung „Ideenwerkstatt Siegsdorfer Schwimmbad 2020“Über 50 Interessierte kamen zur »Ideenwerkstatt Siegsdorfer Schwimmbad 2020«, die die UW Siegsdorf um den Ortsvorsitzenden Alexander Klammer initiiert hatte. Auch Bürgermeister Thomas Kamm und dritter Bürgermeister Martin Maier waren unter den Besuchern.

Zu Beginn machten sich alle Gäste ein Bild vom Schwimmbad, auch hinter den Kulissen. Die Bademeister Christine Schmidt und Ingo Sünkel boten eine sehr interessante Führung durch das Schwimmbad und durch die Technik- und Heizräume an. Hier wurde den Besuchern klar, dass eine Sanierung des Schwimmbads in nächster Zeit notwendig ist. Der Gemeinderat hat bereits entsprechende Mittel in die Finanzplanung eingestellt.

Nach dem Rundgang ging Fraktionsvorsitzender Stefan Eisenbichler auf Daten und Fakten zum Schwimmbadbetrieb ein. Den Einnahmen im Jahr 2015 von 62 118 Euro standen Ausgaben von 242 423 Euro gegenüber. Mit diesem Defizit von 180 305 Euro übernimmt somit die Gemeinde Siegsdorf drei Viertel der Kosten des laufenden Betriebs. Durchschnittlich besuchten 2015 von Mitte Mai bis Mitte September am Tag 277 Besucher das Siegsdorfer Schwimmbad.

In einer sehr lebhaften Gesprächsrunde wurde anschließend über die positiven und negativen Seiten des Schwimmbads diskutiert. Viele Besucher sind mit dem Personal, dem neuen Team am Kiosk und dessen Angeboten sowie mit der familiären Atmosphäre sehr zufrieden. Auch die Pflege und Sauberkeit wurde hoch gelobt. Das 50-Meter-Schwimmerbecken sollte auch in Zukunft unbedingt so belassen werden. Einig war man sich auch, dass der derzeitige Standort nicht verändert werden solle.

Größter Kritikpunkt waren aber die Umkleiden und die sanitären Anlagen, die in die Jahre gekommen sind. Bei einer Sanierung sollte auch unbedingt auf Barrierefreiheit geachtet werden. Handbrausen in den Duschen, Kindertoiletten und ein Wickelraum standen auch bei den Diskussionsbeiträgen auf der Agenda.

Für Kinder und Jugendliche sollte das Schwimmbad attraktiver werden. Ein besserer Spielplatz mit mehr Spielmöglichkeiten für die kleinen Gäste solle geschaffen werden. Bei den Jugendlichen stand der Wunsch nach einem Sprungturm mit einem eigenen Sprungbecken ganz oben. Auch eine modernere, längere Rutschbahn sowie ein Strömungskanal wurden angeregt. Jedoch sollte allen bewusst sein, dass diese Attraktionen auch einen erhöhten Personal- und Aufsichtsbedarf darstellen, entgegnete hier Bademeisterin Christine Schmidt.

Auch einige Dinge zum Schwimmbadbetrieb wurden angesprochen. Frühere Öffnungszeiten ab 7 Uhr beziehungsweise die Verschiebung des Beginns für den reduzierten Eintritt von 17 auf 16 Uhr wurden angeregt. Auch mehr Sonderveranstaltungen und mehr Werbung könnten mehr Besucher anlocken.

Die Beschilderung für auswärtige Gäste sollte verbessert und der Parkplatz vergrößert werden. Zum Thema Parkplatz hat die Gemeinde mittlerweile einen neuen Pendlerparkplatz in Schweinbach für 60 000 Euro gebaut, um den Schwimmbadparkplatz zu entlasten.

Aufgrund des familiären Charakters sollte nach Meinung der Veranstaltungsbesucher kein absolutes »Spaßbad« entstehen. Einige Neuerungen und ein paar neue Attraktionen sowie der dringende Umbau der Umkleiden und Sanitärbereiche würden in den Augen vieler Besucher ausreichen.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft hat von den Besuchern viele Anregungen erhalten. Diese Ideen und Wünsche werden den Gemeinderat auch bei der Planung einer Sanierung unterstützen.